Das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer. 1. Johannes 5,3

Die Liebe zu Gott ist eine Tätigkeit. Sie erschöpft sich nicht in der Anbetung und Verehrung. Vielmehr zeigt sie sich im Leben, in der Haltung gegenüber den Mitmenschen und im verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung.
Wer sich an die Gebote Gottes hält, bezeugt seine Liebe zu Gott. Die Gebote sind keine starren Verbote, sondern Aufforderung und Ermutigung, die Welt zum Guten zu verändern: Indem ich teile, statt für mich zu behalten. Indem ich versuche, Versöhnung zu stiften, statt zu spalten. Indem ich verzichte, statt alles für mich zu beanspruchen. So wie es Jesus vorgelebt hat und wie es unzählige Frauen und Männer, die sich in den Dienst des Friedens und der Nächstenliebe gestellt haben, in seiner Nachfolge getan haben und bis heute tun.
Am Anspruch der Nachfolge scheitere ich allerdings immer wieder. Sind die Gebote also nicht eigentlich ungeheuer schwer einzuhalten? Nein. Denn leicht sind sie insofern, als sie Gewicht von den Schultern nehmen und befreien. In einer Gemeinschaft, in der Menschen guten Willens sind, sich einander in Liebe zuzuwenden, einander zu verzeihen und Gemeinschaft zu leben, wird licht und tatsächlich leicht ums Herz.

Von: Felix Reich