JaÏrus bat Jesus sehr und sprach: Meine Tochter liegt in den letzten Zügen; komm und leg ihr die Hände auf, dass sie gesund werde und lebe. Markus 5,23
Die Geschichte von Jairus und seiner Tochter wird auch von Matthäus und Lukas erzählt, praktisch übereinstimmend. Das heisst, sie betrachteten sie als besonders wichtig und berührend. Das ist sie auch. Das Wort «Vertrauen» springt uns daraus förmlich an. Jairus amtete als Synagogenvorsteher, wie wir erfahren. Als solcher war er ein vermögender Mann und hätte sich bestimmt alle möglichen Heiler, Bader und Scharlatane für die erhoffte Rettung seiner Tochter leisten können. Er aber war beeindruckt von Jesus, seinem Auftreten, seiner Zuwendung und Liebe zu den Menschen. Darum setzte er offensichtlich bedingungsloses Vertrauen in ihn und zweifelte nicht, dass Jesus seine geliebte Tochter gesund machen kann. Und Jesus verlangte auch keine Vorleistung, geschweige denn Geld. Wir heutigen kritischen Menschen brauchen meines Erachtens nicht zu wissen, ob die Tochter klinisch tot war oder nicht. Tatsache ist, dass die Zuwendung und das Handauflegen gewirkt haben. Jesus hat «energetisch» gearbeitet, könnte man es anders ausdrücken.
Persönlich schätze ich die Tradition des Handauflegens sehr, die in vielen Gruppen und Kirchgemeinden wieder gepflegt wird. Gerade in unserer digitalisierten Welt tut sie enorm gut!
Von: Bernhard Egg