Einer aber unter den zehn aussätzigen Männern,
als er sah, dass er gesund geworden war, kehrte er um und pries Gott mit lauter Stimme. Lukas 17,15
In meinem letzten Beitrag vom 28. Januar ging es um die Heilung oder Auferweckung der Tochter des Jairus. Dort sprang uns sofort das Wort Vertrauen an, hier ist es die Dankbarkeit. Zehn Männer werden nach der Begegnung mit Jesus gesund, und das vom Aussatz, einer Krankheit, die in der Regel zum Tod führte. Neun nehmen die Heilung offenbar so hin. Jesus schickt sie zwar alle zu den Priestern, um sich (geheilt) zu zeigen. Wir wissen aber nicht, wie sie sich weiter verhalten haben. Einer, ausgerechnet der Samaritaner, kehrt zu Jesus zurück und preist Gott und dankt ihm überschwänglich. In der noch bekannteren Geschichte erweist sich ein Samaritaner als hilfsbereit und barmherzig gegenüber dem überfallenen Israeliten. Und Jesus begegnet hier einem Samaritaner ebenfalls hilfsbereit, heilend und freundschaftlich.
Was können wir davon lernen? Hass, Verachtung und Lieblosigkeit lassen sich überwinden durch Hilfsbereitschaft, Zuwendung und Begegnung auf gleicher Ebene. Kein Mensch ist minderwertig. Und etwas Dankbarkeit und Demut zu zeigen, ist auch heute ein guter Ratschlag. Machen uns Medikamente und ärztliche Behandlungen gesund, preisen wir nicht nur die Pharma, sondern zeigen uns dankbar, dass wir leben und von der Liebe getragen sind.
Von: Bernhard Egg