Kommt herzu, lasst uns dem HERRN frohlocken und jauchzen dem Hort unsres Heils! Psalm 95,1

Kommt herzu!
Eine Freundin von mir reagiert zurückhaltend auf diesen Vers: «Es nervt mich, dass wir Gott immer loben sollen.»
Wir schauen auf die Welt und sehen viel Ambivalentes.
Geben wir dem «HERRN» nicht zu viele Vorschusslorbeeren, wenn wir «ihm» zujubeln? Wo ist der Frieden, den «er» uns verspricht? In unserem Herzen? Da hätte ich mir noch mehr erhofft!
Der Hort des Heils – mehr Sehnsuchtsort als Realität?
Wobei gerade ein Sehnsuchtsort sehr real sein kann. Der «Hort des Heils» wird in der Zürcher Bibel zum «Fels unserer Hilfe», ein Fels in der Brandung.
Ach, wie sehne ich mich nach diesem Felsen, Gott, in den Stürmen meines Lebens, im Tosen dieser Welt. Dass du da bist, tröstet mich, ich halte mich an dir fest, du Ewige.
Und ich bin nicht allein, da sind andere, die sind auch da und jauchzen vor Freude über die Erfahrung, dass sie gehalten werden. Sie halten mir die Hand hin und rufen: «Kommt herzu!»
Zögerlich stimme ich in den Gesang mit ein, lasse mich anstecken von der Freude, lege die Skepsis für einen Moment ab und frohlocke dir, Gott, du ewiger Fels in der Brandung, du Sehnsuchtsort und doch so nah.

Von: Jonas Meier