Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion!
Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen,
spricht der HERR. Sacharja 2,14
Die Losung trifft mich am Anfang des neuen Jahres in aller Freude über das Neue, mit all den Ungewissheiten und mit der tiefen Sehnsucht nach Frieden auf der ganzen Welt. Der Seher Sacharja spricht von der Sicherheit, die es in Jerusalem für Mensch und Tier geben wird. Denn Gott, die Lebendige, wird dort wohnen. Heute denke ich, dass sie bei allen Menschen wohnt, auch dort, wo sie nicht erkannt wird. So wird meine verhaltene Freude zu einer Kraft. Ich kann Vertrauen schöpfen und gleichzeitig die Hoffnung auf Veränderung zum Besseren spüren. Diese Hoffnung trägt und lädt gleichzeitig dazu ein, sich selber einzusetzen für diese Veränderungen. Zwar sind wir alle auch mit Ohnmachtsgefühlen konfrontiert, heute so wie damals, als der Seher seine Worte sprach. Das gehört offenbar zum Leben. Der Gott des Lebens wird auch in der Ohnmacht bei den Menschen sein. Und die Lebendige wird, so hoffe ich, gerade heute und morgen diese Ohnmacht wahrnehmen und die Menschen und die ganze Schöpfung teilhaben lassen an ihrem Kommen, um immer wieder neu bei den Menschen zu sein mit ihrer Liebe.
Danke, Gott, dass du Freude schenkst, Kraft und Mut. Bleibe bei uns.
Von: Madeleine Strub-Jaccoud